Ich bin 50 Jahre alt, verheiratet und Mutter von 3 Kindern. Eine schwere Autoimmunerkrankung verursachte 2016 bei mir eine Hirnblutung, die ich beinahe nicht überlebt hätte. Ich kann nicht mehr sprechen, bin fast völlig bewegungsunfähig und sitze im Rollstuhl. Nach harter Therapie habe ich Kontrolle über meine rechte Hand bekommen. Mit einer Maus kann ich wieder Texte schreiben und mit meiner Umwelt kommunizieren. Nach langer Zeit in Krankenhaus und Pflegeheim lebe ich wieder zu Hause.
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Dienstag, 18. Juni 2019
Demut
voll Dankbarkeit auf das zu gucken, was man hat, ohne auf das zu gucken, was andere haben. Ein bisschen Herausforderung braucht der Mensch.
Liebe Frühlingsfrau. Ich finde, das eine schließt das andere nicht aus. Wann immer ich Spiele der Fußballnationalmannschaft der Herren im Fernsehen gesehen habe, habe ich mir gewünscht, ich hätte die Muskeln im Arm wie Jogi Löw. Das spornt mich in meinem täglichen Tun an. Sehnsüchte, Wünsche und Träume darf man haben. Man darf sich aber nicht von ihnen leiten lassen. Vor meiner Erkrankung war ich prinzipiell dankbar für das, was ich hatte. Im Spagat zwischen Familie, Arbeit, Haushalt, Hobbys und Freunden wohl nicht dankbar genug. Da war ja der Alltag mit seinen scharfen Zähnen. Aus der jetzigen Perspektive heraus, da ich viel verloren habe und beinahe auch mein Leben, würde ich ganz bewusst dankbar sein und das immer und immer wieder. Ich kann mich nur wiederholen: Ich würde mit mehr Demut betrachten.
Und Sehnsucht darf es dennoch geben...und Wünsche...
AntwortenLöschenLiebe Frühlingsfrau. Ich finde, das eine schließt das andere nicht aus. Wann immer ich Spiele der Fußballnationalmannschaft der Herren im Fernsehen gesehen habe, habe ich mir gewünscht, ich hätte die Muskeln im Arm wie Jogi Löw. Das spornt mich in meinem täglichen Tun an. Sehnsüchte, Wünsche und Träume darf man haben. Man darf sich aber nicht von ihnen leiten lassen. Vor meiner Erkrankung war ich prinzipiell dankbar für das, was ich hatte. Im Spagat zwischen Familie, Arbeit, Haushalt, Hobbys und Freunden wohl nicht dankbar genug. Da war ja der Alltag mit seinen scharfen Zähnen. Aus der jetzigen Perspektive heraus, da ich viel verloren habe und beinahe auch mein Leben, würde ich ganz bewusst dankbar sein und das immer und immer wieder. Ich kann mich nur wiederholen: Ich würde mit mehr Demut betrachten.
LöschenDeine Sternschnuppe